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Thrombotische Mikroangiopathien

Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura: neue Therapiekonzepte

Die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) ist eine seltene, potenziell lebensbedrohliche thrombotische Mikroangiopathie, charakterisiert durch Thrombozytopenie, mikroangiopathische hämolytische Anämie und Zeichen von (diffusen) Organischämien. Ohne Behandlung betrug die Letalität historisch bis zu 90%, durch moderne Behandlungskonzepte konnte diese auf unter 1% gesenkt werden.

Pathophysiologisch besteht bei der TTP ein schwerer Mangel des Enzyms ADAMTS13. Dieses reguliert die Multimergröße des Von-Willebrand-Faktors (VWF). Bei einem schweren ADAMTS13-Mangel akkumulieren ultralange VWF-Multimere, die Thrombozytenaggregation und Mikrothrombenbildung in kleinen Gefäßen fördern. Ein ADAMTS13-Mangel kann durch Autoantikörper, die dieses Enzym hemmen, verursacht werden (= immunmediierte TTP; iTTP), oder (sehr selten) durch homozygote oder gemischt heterozygote Mutationen im ADAMTS13-Gen (kongenitale TTP; cTTP; Upshaw-Schulman-Syndrom).

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