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21. Kongress der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO)

IBD-Hochrisiko-Patient:innen im klinischen Alltag

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (IBD) können individuell höchst unterschiedlich verlaufen. Allerdings gibt es klinische Situationen, in denen ein hohes Risiko für Komplikationen evident ist, wie Prof. Marc Ferrante, Universitätskrankenhaus Leuven, am ECCO 2026 erläuterte.

Von einem besonders hohen Risiko geht man bei penetrierendem Morbus Crohn (MC) im Dünndarm, strikturierendem MC, lange andauernder Colitis ulcerosa (CU) oder schwerer akuter Kolitis aus. Für diese Situationen geben die Guidelines klare Empfehlungen. So weist die ECCO-Leitlinie darauf hin, dass im Fall von Strikturen Darmresektionen möglichst elektiv vorgenommen werden sollen. Es sollte jedenfalls nicht bis zum kompletten Verschluss gewartet werden. Eine laparoskopische Vorgehensweise ist der offenen Operation vorzuziehen. Im Dünndarm wird Strikturoplastik als Alternative zur Resektion empfohlen. Häufig werde versucht, Strikturen mit Kortikosteroiden zu behandeln, wenn bereits eine Obstruktion vorhanden ist, so Ferrante. Dieses Vorgehen sei nicht zielführend und wird in den Leitlinien auch nicht empfohlen.1

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