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Seltene hämatoonkologische Krankheiten

T-Prolymphozyten-Leukämie (T-PLL): Welche Entwicklungen gibt es?

Die seltene T-Prolymphozyten-Leukämie (T-PLL) zeichnet sich durch einen meist aggressiven Verlauf und Resistenz gegenüber konventioneller Chemotherapie mit einer schlechten Ansprechrate aufalkylierende Substanzen oder CHOP aus. Neue Wirkstoffe und Kombinationen konnten die Therapie zwar verbessern. Doch der einzige kurative Ansatz ist derzeit eine allogene Stammzelltransplantation.

Die T-Prolymphozyten-Leukämie (T-PLL) ist mit einer Inzidenz von 1–2 Neuerkrankungen/1 Million selten, das mediane Erkrankungsalter liegt bei 65 Jahren. Klinisch zeigt die T-PLL einen meist aggressiven und refraktären Verlauf, eine indolente Frühphase wird nur selten beobachtet. Neben einer rasch zunehmenden Lymphozytose und Splenomegalie werden Lymphadenopathie und gelegentlich Hautinfiltrate beobachtet. Auf molekularer Ebene finden sich typischerweise chromosomale Aberrationen, welche die Loci 14q32.1 (TCL1A) oder Xq28 (MTCP1) involvieren.1 Es finden sich ein T-post-thymischer Immunphänotyp mit Expression von cyTCL1+ (>90%), CD3+ (>80%), CD5+ (100%), CD7+ (>90%), CD4+ (60%), CD8+ (15%) CD4+CD8+(25%) und in >70% eine spezifische Überexpression des Onkogens TCL-1. In einer internationalen Kooperation wurden Diagnose- und Therapiekriterien erarbeitet,2 sie sind in Tabelle 1 dargestellt. Die Diagnose einer T-PLL gilt als gesichert, wenn alle drei Hauptkriterien erfüllt sind oder wenn die ersten zwei Hauptkriterien und ein Nebenkriterium erfüllt sind.

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