Arzneien: Versorgungslage stabilisierte sich teilweise
Probleme mit der Arzneimittelversorgung halten insgesamt zwar an, doch zum Teil hat sich die Lage stabilisiert. Dies vor allem, was Antibiotika und Impfstoffe anbelangt.
Bern. Zuletzt war von einer «schweren Mangellage» die Rede, wenn es um die Versorgung der Schweiz mit Antibiotika ging, die in der Humanmedizin intravenös verabreicht und eingenommen werden. Deswegen verordnete das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) im Jahr 2019 die Freigabe der Pflichtlager. Die Verordnung wird nun mit 1. März dieses Jahres ausser Kraft gesetzt, da sich in Sachen Antibiotika die Versorgungslage stabilisiert hat. Auch für Impfstoffe, die in der Humanmedizin verwendet werden, hat die Pflichtlagerfreigabe gegolten, in dem Fall seit 2023. Da sich die Versorgung mit Impfstoffen ebenfalls stabilisiert hat, wird auch hinsichtlich der Impfstoffe die Pflichtlagerfreigabe mit Anfang März der Vergangenheit angehören.
Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es bei diesen Produkten künftig neuerlich zu Engpässen und Bezügen aus Pflichtlagern kommen werde, heisst es dazu aus dem Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL).
Dass die Probleme mit der Arzneimittelversorgung insgesamt anhalten, zeigen laut BWL die regelmässig veröffentlichten Zusammenstellungen der Meldestelle des Fachbereichs Heilmittel der wirtschaftlichen Landesversorgung (WL). Dort würden immer wieder Dutzende von Produkten angeführt, die nur teilweise oder gar nicht erhältlich sind. Das zeige, dass die Probleme mit der Arzneimittelversorgung insgesamt anhalten. Verursacht würden sie durch viele Faktoren. Dazu zählten etwa die Abwanderung der Produktion in Niedriglohnländer, Abhängigkeiten von den dortigen Produktionsstandorten und der Abbau von Lagerbeständen entlang der Wertschöpfungsketten. (sst)
Quelle: Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL)
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