Neue Trends bei illegalen Arzneimittelimporten
Während die Zahl sichergestellter illegaler Arzneimittelimporte zuletzt annähernd gleich blieb, zeigten sich neue Trends hinsichtlich der Produktarten.
Bern. Deutlich weniger beschlagnahmt als in den vergangenen Jahren wurden Erektionsförderer. Dafür stieg der Anteil der sichergestellten Mittel gegen Haarausfall neuerlich an. So auch die Menge der Hormone inklusive des Schlafhormons Melatonin.
Das sind laut dem Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic die neuesten Trends, was illegal importierte Arzneien betrifft. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) bearbeitete Swissmedic 2025 insgesamt 6647 solche Importe. Die Zahl blieb damit gegenüber den Jahren 2024, 2023 und 2022 annähernd gleich. Verschiebungen gab es hingegen bei den Herkunftsländern der Sendungen. So lag der Anteil der Sendungen aus westeuropäischen Ländern 2022 noch bei neun Prozent, 2025 aber schon bei 40 Prozent. Gleichzeitig gingen die Importe aus Indien und Osteuropa zurück.
Um die Bevölkerung vor den gesundheitlichen Risiken illegaler und nicht geprüfter Arzneimittel zu schützen, bleibe eine Überwachung genauso wichtig wie die Aufklärung über Risiken für die Gesundheit, die mit der Verwendung verbunden sind, heisst es seitens Swissmedic. Besonders bedenklich seien etwa der Import und die Anwendung von Medikamenten gegen Krankheitserreger, etwa von Antibiotika, Antiparasitika und antiviralen Arzneimitteln: Deren unkontrollierte Anwendung könne zur Resistenzbildung beitragen. Ebenfalls gefährlich sind der Import und die Selbstmedikation von Arzneimitteln, die ein Abhängigkeitspotenzial aufweisen, wie von Abführmitteln, Schlaf- und Beruhigungsmitteln oder Psychopharmaka. (sst)
Quelle: Schweizerisches Heilmittelinstitut Swissmedic
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