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Neue Technologie bringt Spender-Mitochondrien ans Ziel

Mit einer neuen Technologie gelangen gesunde Spender-Mitochondrien an ihr Ziel und erreichen erkrankte Zellen. Das könnte die Therapie vieler bisher unheilbarer Krankheiten revolutionieren.

Basel. Zu den bisher unheilbaren Krankheiten, die auf Funktionsstörungen der Mitochondrien beruhen, zählen Parkinson, bestimmte Formen von Herzinsuffizienz und die Degeneration des Sehnervs, die oft auf den Grünen Star zurückgeht.

Forscher am Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel (IOB) und an der Universität Basel haben nun eine neue Technologie entwickelt, die die Therapie dieser mitochondrialen Erkrankungen revolutionieren könnte. Sie trägt den Namen «MitroCatch» und ermöglicht über bestimmte Proteine als Andockhelfer, dass Mitochondrien von gesunden Spendern erkrankte Zellen erreichen. Bisherige derartige Versuche erwiesen sich als ineffizient, auch weil die Spender-Mitochondrien nicht immer dort ankamen, wo sie ankommen sollten.

Das neue System MitroCatch wurde bereits an verschiedenen Zelltypen von Mäusen und von Menschen getestet. Es zeigte sich, dass die Spender-Mitochondrien damit zuverlässig zu Neuronen, auch zu Netzhaut-, Endothel- und Immunzellen mit erkrankten Mitochondrien gelangen. Und es zeigte sich auch: Sind die gesunden Mitochondrien einmal in den Zellen angekommen, bleiben sie funktionsfähig und sorgen für ein normales Energiemanagement der Zellen. (sst)

Quelle: Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel (IOB)

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