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Effluvium

Relevantes für die gynäkologische Sprechstunde

Haarausfall (Effluvium) am Kapillitium wird von Betroffenen in aller Regel als belastend erlebt und führt vielfach zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität.1–4 Auch in der frauenärztlichen Sprechstunde werden nicht selten diesbezüglich Beschwerden berichtet und die Patientinnen erwarten eine professionelle diagnostische Einordnung, damit zielgerichtet therapeutisch interveniert werden kann. Dieser Beitrag erläutert ausgewählte bedeutsame Krankheitsbilder, wobei aus Platzgründen die Besprechung von vernarbenden Alopezien und Haarschaft-Bildungsstörungen unterbleiben muss.

Die Frau hat auf der Kopfhaut bis zu 120000 Terminalhaare. Das Haar besteht aus Keratin und wird im Haarfollikel gebildet. Vom Einzelhaar werden definierte Stadien durchlaufen: die Anagenphase (Wachstumsphase: Dauer bis zu sechs Jahre), in welcher das Haar mit bis zu 0,4mm täglich wächst, gefolgt von der Katagenphase (Rückbildungsphase, Dauer zwei Wochen) und schliesslich der Telogenphase (Ruhephase, Dauer drei Monate), nach welcher ein Haarverlust eintritt. Unter physiologischen Umständen befinden sich über 80% der Haare in der Anagenphase, 1% in der Katagenphase und über 10% in der Telogenphase.5–7

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